Immer aktuell mit dem News Slider
Goldgrube Internet - Onlinewerbung
Sonntag, 28. Juni 2009 - 09:20 von David Ihl (2 Kommentare)
Onlinewerbung im Wandel.
Mit dem Aufstieg des Internet und dem Einstieg in die Leben junger Menschen, die herkömmliche Medien gleichzeitig immer mehr meiden – nicht zuletzt da das Internet bequem alle miteinander kombinieren kann – hat auch die Werbung Einzug gehalten. Nachdem sich einige vielleicht noch an die Massen an Popups erinnern, die in bösartiger Form so manches Windows 98 zum Absturz gebracht haben, leben wir nun fast schon in der komfortablen Situation, dass Popups bei seriöser Werbung nur noch selten eingesetzt werden, bei den Kreativen sogar als „No-Go“ gesehen werden.
Stattdessen haben sich eine Unzahl neuer Werbeformen herauskristallisiert. Mein persönliches Highlight stellt hier das Keyword Advertising mit Hilfe von Suchmaschinen dar. Doch auch andere Werbeformen haben eindrucksvoll bewiesen, dass Werbung im Internet alles andere als Langweilig ist. Ich verweise hier stellvertretend auf Apples Sonderwerbeform, bei der sie You Tube als Ganzes den Gesetzen ihrer Gravitationsgesteuerten Bedienung des iPods bzw iPhones unterworfen haben.Doch auch simple Werbeflächen wie der klassische Banner haben dank talentierten Grafikern und Programmieren die Chance erhalten, sich angenehm im Rahmen eines Webdesigns zu präsentieren.
Werbung im eSport.
Speziell im eSport Bereich stellt Werbung neben Sponsoring für Clans und Communities eine wichtige Einnahme Quelle dar, nachdem mit dem Platzen der Webblase allen schmerzlich bewusst wurde, das Traffic nicht kostenlos ist. Viele Websiten greifen daher auf die bewährte Werbeform von Adsense zurück, bei der Google Anzeigen auf die eigene Website durchschaltet. Der Haken daran – wenn man nicht schon ein Repertoire an Besuchern hat, wird auf diesem Wege nur Platz für Werbung verschwendet, ohne das ein Cent aufs Betriebskonto wandert. Die Wahl der verwendeten Werbemittel, ob Keyword Advertising, Keyword Branding, Banner, Skyscraper oder anderen Sonderwerbeformen sei dahin gestellt, wichtig ist es, nicht zuviel Werbung zu platzieren, da so der Werbewert einer Website durch Reizüberflutung sinkt. Das es nicht besonders ansehnlich ist, brauchen wir hier wohl auch nicht zu erwähnen. Auch nimmt die Vermarktung der eigenen Website viel administrativen Aufwand in Anspruch, hier trifft es sich gut, dass eigene Agenturen mit so genannten Adservern sich dieser Aufgabe angenommen haben und gegen ein Honorar, dass der buchende Kunde zahlt eure Website vermarkten und vermitteln.
Onlinewerbung in Krisenzeiten?
Werbung im Internet ist trotz des weltweiten Rückgangs der Werbeausgaben immer noch einem massiven Wachstum unterworfen. Der Grund hier für liegt nahe. Kein anderes Medium wie das Internet bietet einem Unternehmen die Möglichkeit, sein Budget so zielgerichtet einzusetzen wie es das neue Medium vermag. Komplexe Berechnungen und Forecasts erlauben es heutzutage, auf Basis eines eingesetzten Budgets einen zu erwartenden Umsatz zuerrechnen. Kein anderes Medium bietet jene Messmethoden wie es das Internet mit seinen gläsernen Konsumenten vermag. Nur noch Datenschutzgesetze verhindern, dass in einer umfangreichen Datenbank statt einer IP Adresse euer Name und Adresse dokumentiert wird. Mit den richtigen Tools erkennen Websiten, woher ihr auf diese Website kommt, welches Betriebssystem ihr verwendet, welche Artikel ihr euch wie lange anseht, wo ihr hinklickt, was ihr eintippt, wer in einem Haushalt gerade den Computer bedient und noch vieles mehr. Allerdings müssen diese Informationen erst einmal gesammelt werden, und nicht alle sind primär wichtig für Agenturen die eure Website vermarkten wollen.
Was ihr auf jeden Fall beachten solltet.
Solltet Ihr planen, Werbung als Einnahmequelle für eure Website einsetzen zu wollen, solltet ihr bei den Daten die ihr bereitstellt folgende Tipps auf jeden Fall beachten.
- Manche Communites arbeiten diese Informationen in eigenen PDF Dokumenten auf, doch ich frage: Wozu ? Ihr könntet eure Daten doch auch auf eurer Website angeben, mit wesentlich geringerem Wartungsaufwand.
- Keine Information ist wertlos. Einige geben speziell Aufschluss auf eure Reichweite an Benutzern, andere geben Aufschluss wer eure Besucher sind. Letztere sind besonders interessant, da gerade im eSport eine ganz spezielle Zielgruppe für Unternehmen erreichbar wird, für die sie sonst im Fernsehen das zigfache ausgeben müssen. Männliche Jugendliche.
- Wertvolle Informationen sind aktuelle Informationen. Daten die aus dem letzten Jahr stammen interessieren in der schnelllebigen Zeit des Internet niemanden.
- Gebt nicht nur die Anzahl registrierter Benutzer und Unique Visits an, sondern auch die Anzahl an Page Impressions (Hits).
- Rundet niemals nie Zahlen auf weniger als 2 Kommastellen.
- Wenn ihr in der glücklichen Situation seid, über eine registrierte Community zu verfügen, dann macht euch die Mühe, sie demographisch und geographisch aufzubereiten. Alter, Geschlecht, Wohnort neben Prozentwerten immer in absoluten Zahlen aufschlüsseln, auch wenn 99% eurer User einem Geschlecht angehören sind. Nur „Massenmedien“ im Internet können sich den Luxus erlauben auf eine detailierte Auflistung zu verzichten. Ihr seid trotz allem eine Nischenwerbeplattform.
- Zeit ist Geld – Wann habt ihr eure meisten Visits / Page Impressions. Eine durchschnittliche Aufteilung über die Gesamte Woche, sowie die Uhrzeiten an denen Ihr am meisten Besuch erhaltet ist besonders wichtig. So könnt ihr eure „Rush Hours“ besser verkaufen.
- Entwicklungen anzeigen. Und hier nicht nur über den letzten Monat, sondern am besten bis vor 10000 Jahren, also immer ergänzen, aber nie ersetzen. Totalübersichten das Jahr/Monat/Woche/Tag erleichtern potentiellen Werbekunden ihre Kampagnen zeitlich auf euch abzustimmen, das spart ihnen Geld und bringt euch welches.
- Quellen angeben! Google bietet hier mit Google Analytics eine anerkannte Messmethode zur Aufzeichnung eurer Daten. Reine „Eigenangaben“ wirken unseriös.
- Gebt wenn möglich die Nutzung eurer Werbemittel an. Durchschnittliche Klicks pro Tag, pro Woche. Werte über 2% sind hier schon Gold wert, 0,5-1% aber durchaus normal!
- Bietet neben einem TKP Wert auch einen CPC Wert an. CPC steht für Costs per Click und definiert einen Betrag den ihr erst bekommt, wenn auf das Werbemittel geklickt wird.
- Sonderwerbeformen: Wenn ihr euch Sonderwerbeformen überlegt, dann lasst möglichst keine Fragen für den Kunden offen, er will genau wissen, wann, wo, wer, wie lange seine Sonderwerbeform zu sehen ist, gesehen wird und was das kostet.
- Uvm.
Wie ihr seht, ist Onlinewerbung kein Geschäft, dem man sich so nebenbei widmen kann. Doch was meint ihr dazu? Habt ihr Tipps die ihr anderen auf dem Weg zur seriösen, professionellen Werbeplattform mitgeben wollt? Sind spezielle Informationen besonders wichtig? Habt ihr eine besonders schöne/kreative Form von Online Werbung entdeckt? Eure Meinung ist gefragt!



Kommentare
Raptor
Schöner Artikel. Doch welche Sonderwerbeformen gibt es denn? Mir fällt auf die schnelle nichts ein was nicht sowieso schon Standard ist.
David Ihl
Zum Beispiel ein Advertorial, dass sich speziell mit einem zu bewerbenden Produkt befasst. Speziell bei Communities wie esportive ist das eine Sonderwerbeform, die extra Aufwand benötigt und richtig eingesetzt eine super Wirkung erzielen kann.
Eine weitere Werbeform wäre ein spezielles Branding der Website. Die österreichische Onlinetageszeitung von derstandard.at hat z.B einen Tag lang ihr Design so geändert, dass der Content im nagelneuen Samsung Widescreen tft Monitor oder LCD Fernseher präsentiert wurde.
Um nur 2 zu nennen =)
Einen Kommentar schreiben