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Verkaufsverbot von MS Word

Mittwoch, 12. August 2009 - 14:42 von Manuel Ihl (2 Kommentare)

200 Millionen Schadensersatz, 40 Millionen Strafe, 160.000 Dollar pro Tag sowie ein Verkaufsverbot von MS Word

MS Office
Quelle: Wikipedia

 

Das Recht hat gesprochen. Weil Microsoft gegen ein XML-Patent verstieß darf es nun kein MS Word mehr in den USA verkaufen. Es ist natürlich kein Wunder, dass der Konzern aus Redmond in Beruf geht.

 

Microsoft hat nun eine fette Strafe aufgebrummt bekommen. Nicht nur dass Microsoft der kanadischen Firma i4i eine Summe von 200 Millionen US-Dollar überweisen muss, auch eine tägliche Strafe von 160.000 US-Dollar und eine gesonderte Strafe von 40 Millionen Dollar wurden von einem texanischen Bezirksgericht verfügt. Zudem verbietet das Gericht den Verkauf von MS Word. Eine Strafe die weitaus mehr schmerzt als die Geldstrafe, die Microsoft wohl mit Links bezahlen könnte.

 

Was war der Streitpunkt? Im neusten Patentkrieg, den Microsoft führte, urteilte Richter Leonard Davis über die Fähigkeit von Word, Dateien in den Formaten XML, DOCX sowie DOCM zu verarbeiten.

 

Pech für Microsoft war die Tatsache, dass die kanadische Firma i4i bereits 1998 ein Patent bewilligt bekommen hatte (Patent  5,787,449) die diesen Vorgang und Fähigkeit beschrieb. Im März folgte jedoch erst die Klage des kanadischen Konzerns. 

 

In 60 Tagen tritt nun das Verkaufsverbot in den USA in Kraft. Betroffen sind alle Versionen der Textbearbeitungssoftware ab Word  2003. Darüber hinaus sind auch .NET-Framework und Windows Vista von dieser Klage betroffen.

 

Ob dieses Verkaufsverbot jedoch lange Bestand haben wird, bezweifeln zahlreiche Experten. So ist zum Beispiel Nick Eaton, Jurnalist beim Seattle Post-Intelligencer“ davon überzeugt, dass Microsoft bei einer Berufsverhandlung recht  gegeben wird. Denn es komm oft vor, dass bei US-Patentstreiterein, bei Provinzgerichten geklagt wird, da diese nicht über die notwendigen Resourcen verfügen um die komplexe technischen Fragen klären zu können.

 

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Kommentare

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Raptor
am 13.08.2009

Naja geschieht Ihnen recht. Man kann ja nicht ständig gegen das Gesetz verstoßen und Patente klaun!

User Gravatar
Art l e n z
am 23.08.2009

Ob es ihnen recht geschieht sei mal dahingestellt. Als erstes ist zu klären in welcher Verbindung Microsoft zu i4i steht oder stand denn es kann gut sein das i4i Microsoft per " Handschlag " gewisse Rechte oder Patente überlassen hat denn 1998 wussten die das ja mittlerweile schon und hätten ja schon viel früher klagen können. i4i weiss jetzt das Microsoft genug Geld hat und deshalb klagen sie einfach mal.
Ich meine das es etwas feige seitens i4i ist. Was nun wirklich wahr ist zeigen die Verhandlungen in der Zukunft.

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